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Haarlineal nach DIN874

Ein Haarlineal eine Formlehre zur Prüfung der Ebenheit einer Fläche mittels Lichtspaltverfahren. DIN 874 legt die konstitutiven Eigenschaften für das Haarlineal fest, sowie die zulässige Geradheitstoleranz.

Anforderungen an das Haarlineal

Nach DIN874 muss die Prüfschneide geläppt sein und der Radius der Schneide darf nicht mehr als 0,2mm betragen. Als Material ist härtbarer Stahl, nach Wahl des Hersteller, vorgeschrieben.

Die Härte der Messkante muss eine Vickershärte from mindestens 650HV aufweisen. Übliche Stahlsorten sind der korrosionsbeständige 4Cr13 oder der Kohlenstoffstahl. Kohlenstoffstahl ist härter jedoch nicht rostfrei und muss deshalb oberflächenbehandelt werden. Verchromen   oder brünieren   sind die dafür üblichen Verfahren.

Geradheitstoleranz von Haarlinealen

Die Geradheitstoleranz der Haarlineale wird durch die Formel t = 2+ (länge/250) festgelegt. Unterschiedliche Genauigkeitsgrade kennt DIN874 nicht. Die geforderte Geradheitstoleranz entspricht der Anforderung an Stahlwinkel nach DIN875. Aus diesen Grund wird bei Haarlinealen oft der Grad 00   ausgewiesen, Diese Angabe ist genaugenommenen redundant, das es nach DIN874 keine andern Grade geben kann.

Die Geradheitstoleranz muss bis zu einem Schwenkbereich bis mindestens 15° eungehalten werden.

Länge in mm Geradheitstoleranz in μm
75 2
100 2
150 3
200 3
300 3
400 4
500 4
600 4
700 5
800 5
900 6
1000 6

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